Die OMNIL-Formel
Diese einfache zentrierende und schützende Bannung wurde von William Gray in seinem "Magie - Das Praxisbuch der magischen Rituale" vorgestellt. Ihr Grundgedanke ist es, in einen transzendenten, jenseitigen Zustand des Nichts einzutreten, in dem der Ausführende unangreifbar ist. Der Begriff "Omnil" ist aus den lateinischen Worten omnis (Alles) und nihil (Nichts) zusammengesetzt.
Wenn es nach allen Regeln der Kunst sein soll, wird die Bannung stehend, nach Osten schauend und unter Zuhilfenahme eines magischen Stabes ausgeführt. Es kann aber auch eine beliebige Richtung als "magischer Osten" definiert, der Zeigefinger als Stab eingesetzt oder das ganze Ritual gleich komplett nur in Visualisierungen ausgeführt werden.
Zuerst kehrt die Aufmerksamkeit des Magiers in ihn selbst zurück und er nimmt sich als unergründliches Herz des Seins wahr. Dann konzentriert er seine Aufmerksamkeit in seinen Stab oder Zeigefinger und zieht um sich herum einen waagerechten Kreis, von vorn beginnend nach links. Das ist die Null der Zeit.
Als nächstes richtet der Magier den Stab oder Zeigefinger nach oben und zieht nach rechts, unten, links und wieder zurück nach oben einen weiteren Kreis um sich. Das ist die Null des Raumes.
Als drittes wird der Stab/Zeigefinger von oben (wo er sich ja noch befindet) nach vorn, unten, hinten und wieder oben geführt. Das ist die Null der Ereignisse.
Die "vollkommenere" Form dieses Ritus' ist es, die drei Kreise gleichzeitig mental zu ziehen. Dabei kann OMNIL vibriert werden. Es ist jedoch empfehlenswert, das OMNIL-Konzept erst durch mehrmaliges Durchführen der gewöhnlichen Form zu verinnerlichen, bevor man diese Vervollkommnung verwendet.
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